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Betreiber im Schulterschluss: Strategischer Dialog zur Trolleybus-Beschaffung

05.03.2026

Alexandra Scharzenberger

Salzburg wurde zum Treffpunkt führender europäischer Trolleybus-Betreiber.
Parallel zum Austausch im Rahmen des CE4CE-Projekts kamen Vertreter mehrerer Städte zusammen, um eine zentrale Zukunftsfrage zu diskutieren:

Wie sichern wir langfristig Marktstabilität, Qualität und faire Preise im Trolleybus-Segment?

Teilgenommen haben Betreiber aus
Luzern (vbl), Zürich (VBZ), Winterthur, Eberswalde (BBG), Salzburg Linien, Linz Linien und Innsbruck (IVB).

Der Workshop zeigte deutlich: Der Markt für Trolleybusfahrzeuge steht vor strukturellen Herausforderungen.

Gemeinsame Herausforderungen im Markt

Die Analyse der Betreiber machte mehrere Trends sichtbar:

  • sehr wenige Hersteller im Trolleybussegment

  • steigende Fahrzeug- und Instandhaltungskosten

  • hohe Abhängigkeit von Systemkomponenten und Lieferketten

  • teilweise sinkende Servicequalität

Gleichzeitig planen viele Städte in den kommenden Jahren umfangreiche Ersatz- und Erweiterungsbeschaffungen für Solo-, Gelenk- und Doppelgelenk-Trolleybusse.

Damit wächst der Bedarf nach neuen Formen der Zusammenarbeit.

Vier Ansätze für mehr Marktstabilität

Im Workshop wurden mehrere konkrete Ansätze diskutiert, um den Markt langfristig zu stabilisieren:

  • Transparenter Austausch über Beschaffungspläne zwischen Betreibern

  • Prüfung abgestimmter oder gemeinsamer Beschaffungen

  • Aufbau eines strukturierten Dialogs mit Herstellern (Start ab 2026)

  • Entwicklung einer belastbaren Datengrundlage zu Kosten, Energieeffizienz und Lebenszyklus

Ziel ist es, Mengenvorteile zu nutzen, Planungssicherheit für Hersteller zu schaffen und gleichzeitig die Systemperspektive des Trolleybusses zu stärken.

Ergebnisse werden international vorgestellt

Die Ergebnisse des Workshops werden im Laufe des Jahres weiter konsolidiert.
Eine Präsentation der gemeinsamen Erkenntnisse ist für die Internationale Trolleybus- und IMC-Konferenz am 12.–13. November 2026 in Lyon geplant.

Der Workshop in Salzburg hat deutlich gemacht:

Kooperation zwischen Betreibern wird im Trolleybus/IMC-markt zunehmend zur strategischen Notwendigkeit – nicht nur zur Option.